Essen & Genießen - Kulinarische Höhepunkte.

Brotzeit

Die Vielfalt regionaler Spezialitäten ist verführerisch. Speck und Knödel, Apfelsaft und Wein, vor allem beim traditionellen Törggelen im Herbst wird rustikal geschlemmt. Genießerzeit ist aber eigentlich das ganze Jahr. Südtirol hat eine schier unerschöpfliche traditionelle und auch moderne Küche. Cabrioaktiv zeigt Ihnen einen kleinen Ausblick auf die Köstlichkeiten.

Wein

Wein. Wie der Apfel profitiert die Traube vom Südtiroler Boden und Klima. Auf rund 5000 Hektar werden vor allem  Gewürztraminer, Vernatsch und Lagrein angebaut. Seit rund 100 Jahren sind auch andere edle Rebsorten wie Cabernet, Merlot und Blauburgunder heimisch. In etlichen "Tante Emma Läden" und natürlich auch in den Weingeschäften der größeren Städte sowie auf den Märkten (Bozenener Obst-Gemüßemarkt), findet man verschiedene Weine unterschiedlicher Preis- und Qualitätsklassen. Aber auch "Wein direkt ab Hof" sollten Sie ins Auge fassen. Wer Hochprozentiges mag: Wo der Wein gut ist, schmeckt natürlich auch der Grappa (Destillat aus den Schalen der Trauben). Bildinfo: Vielfältiges Weinangebot. SMG-Helmuth Rier

Brot. Schüttelbrot ist ein dünner Fladen, der aus Roggenteig hergestellt wird und fast vollständig aus Kruste besteht. Weitere Sorten sind das Vinschger Paarl (auch: Vinschgerle), das Roggen-Weizen-Misch­brot Pusterer Breatl, das Früchtebrot und die mit Kümmel und Salz gewürzte Dauerbrezen.

Käse. Wo gesunde Kühe auf Almwiesen weiden und saftige Kräuter naschen, ist der Käse natürlich besonders gut. Fünf Sorten unterscheidet der Südtiroler: Frischkäse (z. B. Mozzarella und Ricotta), Weichkäse (Romadur und Brie), Schnittkäse, Hartkäse und Sauermilchkäse (Südtiroler Graukäse). EinenÜberblick bekommen Sie in der Schaukäserei Sennerei Drei Zinnen in Toblach.

Speck. Der Rohschinken wird leicht geräuchert und reift 22 Wochen. Damit er den eingetragenen Markennamen Südtiroler Speck tragen kann, darf das Endprodukt nicht mehr als fünf Prozent Salzgehalt haben.

Kastanien

Kastanie & Törggelen. Eng mit der Frucht verbunden ist der Brauch des Törggelen . Lehrreich ist der zwei Kilometer lange Kastanienerlebnisweg in Völlan. Die schönsten Kastanienhaine Südtirols liegen bei Feldthurns im Eisacktal. Im Spätherbst wird Keschtnigl gefeiert. Das mehrere Tage dauernde Programm ist angefüllt mit Kabarett, Konzerten, Bauernmarkt und natürlich Kastanienverkostung. Bildinfo: Beim "Törggelen" im Weinkeller gibt es eine präzise Abfolge der Speisen und Weine. Und zum Abschluss gebratene Kastanien mit Sußer. SMG-Frieder Blickle

Schlutzkrapfen

Schlutzkrapfen. Regionale Variante der Ravioli: Spinat- und Topfenfüllung mit angebräunter Butter und Parmesankäse. Sie werden mit einer Mischung aus Roggen- und Weizenmehl hergestellt. Man findet auch Variationen mit Füllungen aus Zwiebeln, Muskatnuss und Ei. In den ladinischen Tälern werden die Schlutzkrapfen Casunziei genannt, im Italienischen werden sie als Mezzelune (Halbmonde) bezeichnet. Die deutsche Bezeichnung leitet sich vom in Ost- und Südtirol (aber auch in Kärnten) gebräuchlichen Wort schlu(t)zen her, was so viel wie „gleiten“, „rutschen“ bedeutet. Bildinfo: Traditionelle Schlutzkrapfen. SMG-Helmuth Rier

Apfel. 14 Sorten werden laut der Südtiroler Obstgenossenschaften (VOG) auf rund 200 Quadratkilometern gezogen. Das Anbaugebiet erstreckt sich entlang der Etsch von Salurn bis ins Burggrafenamt. Ein zweites Anbaugebiet befindet sich rund um Brixen. Die Äpfel gedeihen in Höhenlagen von 200 bis 1000 m prächtig. Das saftig frische Aroma bekommen Sie durch durchschnittlich 300 Sonnentage im Jahr und einem Wechsel von warmer und kalter Luft. Tipp: Frisch geerntete Äpfel am Straßenrand kaufen. Und probieren Sie den naturtrüben Apfelsaft.